Aktuelle Informationen
Die Bergophor Futtermittelfabrik GmbH & Co. KG konnte die Qualität ihrer Produkte erneut unter Beweis stellen und in der jährlich wiederkehrenden Untersuchung im DLG- Qualitätssiegel die gleichbleibend hohe Qualität für mehrere Produkte bestätigen.
(DLG). . Im Testzentrum Technik und Betriebsmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) wurden die jährlichen Überwachungsprüfungen für DLG-geprüfte Siliermittel durchgeführt. Die Erzeugnisse der Bergophor Futtermittelfabrik GmbH & Co. KG erfüllten hierbei alle erforderlichen Kriterien. Folgende Produkte dürfen nun für ein weiteres Jahr das DLG-Qualitätssiegel tragen:
BERGO® Lactosil Fresh
BERGO® SiloPlus
BERGO® Silostabil
Um eine gleichbleibend hohe Produktqualität der Siliermittel sicherzustellen, überwacht die DLG alle Produkte, die ein DLG-QUALITÄTSSIEGEL führen, durch eine mindestens einmal jährlich durchgeführte Überwachungsprüfung. In dieser werden die Produkte, die bereits eine umfangreiche Verleihungsprüfung absolviert haben, auf die Einhaltung der wertbestimmenden Eigenschaften des Produkts untersucht.
Die Prüfkriterien sowohl für die Verleihungsprüfung als auch für die wiederkehrende Kontrolle werden durch eine neutrale und unabhängige Prüfungskommission festlegt. So werden die Produkte unter anderem mikrobiologisch und chemisch auf ihre gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität geprüft. Die analytischen Prüfungen werden durch praxisnahe Laborsiloversuche ergänzt.
„Siliermittel verbessern die Silagequalität und vermindern Verluste. Sie optimieren den Futterertrag der bewirtschafteten Flächen und die Qualität der erzeugten Grundfutter. Damit leisten sie einen Beitrag zur Emissionsminderung“, stellt Dr. Michael Eise, Projektleiter Betriebsmittel im Testzentrum Technik und Betriebsmittel die Wichtigkeit der DLG-Siliermittelprüfungen heraus.
Produkte
BERGO® Lactosil Fresh
Biologisches Instant-Präparat zur Verbesserung der aeroben Stabilität bei Maissilage und CCM.

BERGO® SiloPlus
Gebrauchsfertiger nicht korrosiver und nicht ätzender Silierzusatz in flüssiger Form zur Steuerung des natürlichen Gärungsverlaufes in Silagen aus Gras, Leguminosen und Getreideganzpflanzen.

BERGO® Silostabil
Gebrauchsfertiger nicht korrosiver und nicht ätzender Silierzusatz in flüssiger Form zur Verbesserung der aeroben Stabilität in Silagen aus Gras, Silomais und Maisprodukten (CCM, LKS, Maiskornschrot).

Das DLG-Qualitätssiegel steht für eine jährlich wiederkehrend, neutral und unabhängig bestätigte Produktqualität.
Zukunftsorientierte und umweltschonende, flüssige Pflanzendüngungs-, Stärkungs- und Netzmittel.
Die Produkte sind für alle landwirtschaftlichen Nutzpflanzen im konventionellen und im ökologischen Pflanzenbau einsetzbar.
BERGO® plant Produkte werden laufend, basierend auf den Anforderungen aus der Praxis weiterentwickelt.
Alle Produkte sind in der Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau in Deutschland gelistet.

Produkte
BERGO® plant GreenIntense-OLB
ist ein flüssiges Düngemittel mit natürlichen Carbonaten und Wirkstoffen und ein Pflanzenhilfsmittel für alle Kulturen in der Landwirtschaft.
BERGO® plant CitoSan-OLB
ist ist ein flüssiges Pflanzenhilfsmittel zur allgemeinen Vitalisierung, Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Schadorganismen, Schadpilze und Umweltstress sowie zur Verbesserung der gesamten Nährstoffeffizienz.
BERGO® plant FixEffect-OLB
ist ein Haft- und Netzmittel für Pflanzenschutzprodukte und Düngemittel für die Spritzapplikation.
BERGO® plant KondiPlus-OLB
ist ein flüssiges Produkt zur Konditionierung von Spritzwasser in Pflanzenschutzspritzen.
Downloads zu den Produkten

Der Herbst kommt. Die Ernte ist abgeschlossen und die Getreidelager sind mit den Früchten des vergangenen Arbeitsjahres gefüllt.
Ein guter Moment um kurz zu verschnaufen und sich der geleisteten Arbeit bewusst zu werden. Nur dafür bleibt meist keine Zeit, denn nach der Ernte ist vor der Ernte. Die Zeit rennt, die nächste Aussaat steht vor der Tür. Trotz aller notwendigen Geschäftigkeit sollte der Blick auf das eingelagerte Erntegut nicht vergessen werden.
Mit den fallenden Tages- und Nachttemperaturen der Jahreszeit des Erntedankfestes suchen uns auch zunehmend ungebetene Gäste heim. Klein, behaart, knopfäugig und mit nachwachsenden Schneidezähnen bewaffnet suchen sich Mäuse und Ratten Zugang zu unseren Getreide- und Futtersilos. Zu ihnen gesellen sich noch zusätzlich verschiedene Insekten die genauso wie Schadnager in den gefüllten Lagerstätten paradiesische Verhältnisse vorfinden. Einmal eingenistet vermehren sie sich explosionsartig, schlagen sich die Bäuche voll und verunreinigen Futter wie Erntegut.
Eine vorkehrende, rechtzeitige und zielgerichtete Bekämpfung tut Not, möchte man nicht den Lohn seiner Arbeit sehenden Auges schwinden sehen.
Vorbeugende Maßnahmen zur Abwehr
Folgende vorbeugende Maßnahmen zur Abwehr von Schädlingen können durchgeführt werden:
- Zugänge zum Innenbereich (Spalten, Löcher, Katzenklappen, Drainagen etc.) für Nagetiere unzugänglich machen oder verschließen.
- Nahrung (Lebensmittel, Futtermittel, Vorräte etc.) unzugänglich für Nagetiere aufbewahren.
- Für Ratten zugängliche Bereiche aufräumen und Unterschlupf entziehen.
- Mist und Abfall, der als Unterschlupf dienen könnte, beseitigen.
Bei nachgewiesenem Befall
Bei nachgewiesenem Befall ist die Verwendung von mechanischen Fallen und Rodentiziden anzuraten, wobei folgendes bei der Anwendung zu beachten ist:
- Fallen auf Laufwegen der Schädlinge aufstellen.
- Rodentizide in verschließbaren Köderboxen auslegen.
- Fallen unerreichbar für andere Tiere und Kinder aufstellen.
- Fallen sind täglich zu kontrollieren.
- Im Idealfall die Schadnagerbekämpfung mit Nachbarn koordinieren um einen erneuten Zuzug zu verhindern.
Insektenschädlingsbekämpfung
Im Fall der Bekämpfung von Insektenschädlingen ist folgendes zu beachten:
- Lager auf Beschädigungen wie Risse kontrollieren und reparieren.
- Reinigung des Lagers vor Neubelegung.
- Verwendung von insektenabwehrenden Konservierungsmitteln wie Propionsäure oder
- kieselsäurehaltigen mineralischen Zusätzen wie Kieselgur.
- bei Befall Verwendung von insektiziden Begasungsmitteln oder Pflanzenschutzmitteln.
Man kann bereits mit relativ einfach umzusetzenden Maßnahmen bereits gute Erfolge in der Abwehr von Schädlingen erzielen. Es bedarf nur ein wenig Vorausplanung und koordinierten Umsetzungswillen um die Schädlingsbekämpfung in den Griff zu bekommen.
Erste Vorkehrung zum Schutz vor getreidefressenden Insekten ist eine gründliche Reinigung des Lagerortes vor Einlagerung. Dies dient vorrangig der Beseitigung alter Eier. Ebenso lässt sich dies gleichzeitig mit einer Inspektion
der des Lagerortes verbinden.
Bei vorgefundenen Rissen oder Beschädigungen ist ein Verschließen oder eine Reparatur dieser notwendig, um Brutstätten oder Eintragswege zu mindern. Weiterhin bietet es sich an prophylaktisch vor Neubelegung die Lagerstätten mittels geeigneter Präparate zu begasen. Ebenfalls gibt es feinpudrige Stoffe, auf Basis von Kieselsäure die eine Insektizide Wirkung erzielen.
Im Fall von Getreidekornkäfern schützen propionsäurehaltige Konservierungsmittel vor Besiedlung und Eiablage. Sollte ein akuter Befall eintreten gibt es auch für diese Situationen Begasungs- und Pflanzenschutzmittel.
Zur Abwehr von Nagetieren bestehen ähnliche Bekämpfungsmöglichkeiten. Das Verhindern des Zuzuges in Lagereinrichtungen oder Stallgebäude erspart eine spätere Bekämpfung. Dies ist aber nicht leicht zu erreichen. Gerade bei Nutzung alter Bausubstanz bieten bereits bestehende Schlupflöcher oder Risse Eingangsportale für die unerwünschten Gäste. Wenig genutzte Arbeitsbereiche oder Zwischenböden eignen sich als hervorragende Nistplätze. Dem kann man nur durch gründliche Kontrolle und bauliche Änderungen entgegen wirken.
Selbst durch Anwendung baulicher oder hygienischer Vermeidungsstrategien, ist ein Eindringen von Schadnagern nicht vermeidbar. Dann hilft nur die Bekämpfung mittels Schlagfallen und Rodentiziden. Dabei sind aber einige rechtliche Fallstricke zu bedenken.
So müssen Giftköder immer in verschließbaren Köderboxen, möglichst unzugänglich für Tiere und Kinder ausgelegt werden. Das befallsunabhängige dauerhafte Auslegen von Giftködern ist in Deutschland nicht erlaubt. Soll heißen, die Bekämpfung mittels Rodentizid ist nur im Falle eines Befalles erlaubt.
An erster Stelle steht das Vermeiden des Eindringens in die Lagerorte oder Stallgebäude.
Die Ursachen der Ketose
Die Fütterung einer hochleistenden Milchkuh in der Transitphase stellt große Herausforderungen an eine leistungsgerechte Fütterung. Die Futteraufnahme geht in der Woche vor der Abkalbung um ca. 30% zurück und bleibt je nach Leistungsniveau der Milchkuh bis weit in die Laktation (6-9 Wochen) hinter den tatsächlichen Nährstoffanforderungen. Fast alle Milchkühe, unabhängig vom Leistungsniveau, durchlaufen somit in der Frühlaktation eine negative Energiebilanz (NEB). Viele Kühe bleiben viel zu lange und zu tief im Energieloch.

Abb. 1 Energiemangel zu Beginn der Laktation führt zu akuter und latenter Ketose.
Das entstehende Energiedefizit wird durch die Mobilisierung körpereigener Energiedepots, insbesondere von Körperfett (Lipolyse), ausgeglichen. Dies ist in gewissem Umfang ein natürlicher und physiologischer Ausgleichsprozess, der bei allen laktierenden Säugetieren zu finden ist. Die Lipolyse ist in den ersten Wochen nach der Abkalbung am stärksten ausgeprägt, kann aber durchaus auch schon vor der Abkalbung eintreten und bis zu 15 Wochen und mehr in die Laktation hinein andauern. Ein zu schneller und zu intensiver Abbau von Körperfett aufgrund einer zu stark ausgeprägten negativen Energiebilanz führt zu Stoffwechselstörungen wie Fettlebersyndrom und Ketose. Dadurch wird die Leber massiv geschädigt und es kommt zu großem Leistungsabfall und hohen wirtschaftlichen Einbußen. Ein Teufelskreis aus Fettmobilisierungssyndrom und der Ketose mit schwerwiegenden Folgen beginnt:
- Körpermasseabbau (Fettdepot, Muskelgewebe)
- Leberschädigung, Leberfunktionsstörungen („Fettmobilisationssyndrom“)
- akute Stoffwechselstörungen (Ketose) mit massivem Leistungsabfall (Milchmenge, Milcheiweiß)
- Störungen der Körperabwehr (Immunschwäche), erhöhte Krankheitsanfälligkeit, Gebärmutter-, Euter-, Klauenentzündungen
- Fruchtbarkeitsstörungen (Brunstlosigkeit, Stillbrunst, verzögerter Eisprung, Eierstockzysten)
| Appetitmangel | Rohfasermangel | Pansenübersäuerung | ||
| Labmagenverlagerung | ||||
Als indirekte Folge davon, vor allem aber durch eine negative Beeinflussung des Immunsystems der Tiere, kommt es begleitend zu weiteren Faktorenerkrankungen im Zeitraum kurz nach der Kalbung. Prominente Vertreter sind Fruchtbarkeitsstörungen wie Brunstlosigkeit, Stillbrunst, verzögerter Eisprung, Eierstockzysten, Nachgeburtsverhalten und Gebärmutterentzündungen.
Der Blutzucker spielt im Stoffwechsel eine zentrale Rolle. Die metabolische Priorität der Glukoseversorgung bei der Milchkuh liegt eindeutig auf der Milchbildung, um das Überleben des Kalbes sicherzustellen. Erst nach Sicherstellung der reproduktiven Leistung wird die verbleibende Glukose in ausreichender Menge weiteren Organen jenseits des Euters zur Verfügung gestellt. Die Intensität der Lipolyse steigt mit dem Umfang der Körperfettreserven. Deshalb besteht für verfettete Kühe ein besonders hohes Risiko für Ketose.
Die Ketose der Hochleistungskuh ist letztendlich eine krankhafte Anhäufung von Ketonkörpern infolge eines Energiemangels mit einhergehender überschießender Lipolyse und tritt vor allem zu Beginn der Laktation auf. Neben der klinisch manifesten Ketose spielt die subklinische Ketose eine wichtige Rolle, da sie bei bis zu 30 % der Kühe zu Beginn der Laktation auftreten kann und allzu oft vollkommen unbemerkt bleibt (GASTEINER, 2000). Sie führt oftmals zur Verringerung der Futteraufnahme, der Milchleistung um bis zu 4 kg/ Tag und der Fruchtbarkeit (STAUFENBIEL, 1999; GEISHAUSER, 2000).
Die indirekten Kosten einer kranken Kuh wie Minderleistung, Wartezeit, kürzere Nutzungsdauer und längere Güstzeit, machen ca. 80 % der Gesamtkosten aus, welche je nach Ausmaß der Stoffwechselstörung in schwindelerregende Höhen von 600 € - 1.000 € steigen können. Das größte „Einsparpotential“ liegt also in der Vermeidung der Krankheiten. Wichtig ist dabei, nicht nur das Einzeltier im Auge zu haben, sondern rechtzeitig auf Herdenebene zu handeln und die Entgleisung des Stoffwechsels durch eine angepasste Transitfütterung sowie durch geeignete Prophylaxe-Maßnahmen von vornherein weitestgehend zu vermeiden.
Behandlung der Ketose
Die Transitphase ist der Schlüssel. Was heißt das nun für die Praxis? Gerade wenn der BCS (Body Condition Score) vor der Kalbung zu niedrig oder zu hoch ausfällt, kommt die Negativspirale in Gang. Es ist also von übergeordneter Bedeutung, bereits im letzten Laktationsdrittel durch eine energieangepasste Fütterung einen optimalen BCS von 3,5 (Schwarzbunt) bzw. 3,75 (Fleckvieh) einzustellen. Das wichtigste ist es, im kompletten Management rund um die Transitphase stets eine maximale Futteraufnahme anzustreben.
Um ein Auftreten der subklinischen Ketose zu verhindern, werden in der Praxis prophylaktisch glukoplastische Substanzen eingesetzt. Propylenglycol und Natriumpropionat sind Substanzen, welche sowohl die Pansenfermentation, insbesondere aber den Leberstoffwechsel, positiv beeinflussen. Nach der Absorbtion im Pansen kommt es in der Leber zur Neubildung von Blutzucker und zur Insulinsekretion. Die Gehalte an freien Fettsäuren und Ketonkörpern im Blut werden effektiv vermindert. Durch gezielten Einsatz von glukoplastischen Substanzen im Zeitraum um die Abkalbung ist es nachweislich möglich, das Ketoserisiko zu reduzieren. Durch eine ausgeklügelte Kombination von mehreren glukoplastischen Substanzen in Form eines „Starttrunkes“ ist es also möglich, mittels geeigneten Dosierstationen die Futteraufnahme durch eine Insulinausschüttung zu fördern und den Leberstoffwechsel nachweislich zu entlasten. Zu beachten gilt es aber, gerade beim Einsatz konzentrierter Mengen an Propylenglykol aufgrund des eher bitteren Geschmackes vor allem bei Darreichung an Dosierstationen auf eine gut abgestimmte Kombination mit schmackhaften Komponenten wie Glycerin und Melasse zu achten, um eine gute Futteraufnahme zu gewährleisten.

Prinzip Flaschenhals
Immer nach dem meist limitierenden Faktor (Flaschenhals) suchen. Nur so lässt sich die Fütterung/Leistung verbessern.
Checkliste: Stoffwechselerkrankungen vermeiden
Während des Trockenstehens
- Die Kühe gehen nicht überkonditioniert in die Trockenstehphase. Der Body Condition Score (BCS) beträgt bei Holsteinkühen zum Trockenstellen 3,25 bis 3,5 und bei Fleckviehkühen höchstens 3,75 Punkte
- Stressarme Haltung der Trockensteher. Keine Überbelegung und ausreichend Platz
- Energiedichte von 5,4 bis 5,6 MJ NEL/kg TS und ein Eiweißgehalt von 120 bis 130 g Rohprotein/kg TS in Woche 8 bis 3 vor der Abkalbung
- In den letzten zwei bis drei Wochen vor dem Kalben Anhebung der Energiedichte auf 6,8 MJ NEL/kg TS
- Eiweißgehalt 140 bis 150 g/kg TS.
- Die Trockensteherration beinhaltet ähnliche Komponenten wie die der laktierenden Kühe, um die Pansenflora nicht neu aufbauen zu müssen. Sie ist dabei verdünnt und um die Mineralstoffe Kalzium und Kalium vermindert.
- Maximal 4 bis 5,5 g Kalzium/kg TS
- Maximal <15 / kg TS Kalium
- Die Wirkstoffversorgung (Magnesium, Phosphor) mit Spurenelementen und Vitaminen ist sichergestellt.
Nach der Kalbung
- Ausreichendes Tier-/ Fressplatzverhältnis
- Energiereiches und schmackhaftes Futter während der Anfütterung mit 6,7 MJ NEL
- Steigerung der Kraftfuttermenge nur sukzessive bis zum Maximum in Woche 5 der Laktation
- Bei den Frischmelkern liegt der Anteil an strukturwirksamer Rohfaser bei 120 bis 140 g/kg TS.
- Ausreichende Versorgung mit blutzuckerbildenden Substanzen, Elektrolyten, Vitaminen sowie Spurenelementen
- Beobachten Sie Ihre Herde
- Führen Sie Schnelltests durch (Urin-, Blut- oder Milchtests). Messen von Ketonkörpern!
- Falls Bestandesproblem: Untersuchen sie alle Kühe in der ersten und zweiten Laktationswoche
- Ist der BHB-Wert (ß-Hydroxybutyrat) im Blut erhöht (1,0 bis 1,4 mmol/l) subklinische Ketose
- Ergreifen Sie geeignete Fütterungs- und Prophylaxe Maßnahmen
- Kühe mit subklinischer Ketose haben ein doppelt so hohes Risiko, an einer Gebärmutterentzündung zu erkranken.
KULMIN® GlukoMix
KULMIN® GlukoMix ist ein Gemisch aus Propylenglykol, Glycerin, Natriumpropionat und Isomaltulose und kann durch diese exklusive Kombination den Glukosestoffwechsel in der Frühlaktation aktiv unterstützen indem es an verschiedenen Stellen Glukosevorläufer in den Stoffwechsel einbringt.
Das enthaltene Propylenglykol wird dabei sehr schnell aus dem Pansen absorbiert und steht damit in großem Umfang dem intermediären Stoffwechsel als glukoplastische Substanz zur Verfügung. Natriumpropionat als Derivat der Propionsäure, welche als natürliche Glucose-Vorstufe angesehen werden kann, unterstützt die Glukoneogenese additiv, indem es zusätzliche, evtl. noch nicht ausgelastete Stoffwechselpfade nutzt und unterstützt.
Durch den in der Isomaltulose enthaltenen enzymatisch modifizierten Zucker werden die Pansenbakterien sowohl mit einem Anteil einer schnell verfügbaren Energiequelle als auch mit einer langsam verfügbaren Zuckermenge versorgt.
Insbesondere bei der Hochleistungskuh kann dadurch die Leberbelastung erheblich verringert werden. Neben der Ketose Prophylaxe werden gleichzeitig Pansenbakterien mit Energie versorgt und vermehrt.
So wird der Aufschluss von Grundfutter und die Verdauung verbessert.
Kühe kommen dadurch gerne zum Flüssigdosierer und zum Melken.
Dosierungsempfehlung
- Zur Vorbeuge gegen Stoffwechselstörungen und Erhöhung des Blutzuckerspiegels bei Kühen (Ketoseprophylaxe):
-
- 200 - 250 g in der Transitphase (2-3 Wochen vor der Kalbung) als Anfütterung
- 350 - 500 g je Tier und Tag für die Dauer von 6-8 Wochen ab der Kalbung
- Zur Stoffwechselunterstützung nach akuter Ketose:
-
- 500 g pro Tier und Tag ca. 4 Wochen lang füttern
unterstützen mit dem BERGOPHOR® Konzept.
Milchzellgehalt
ein wesentliches Kriterium für die Eutergesundheit und die Milchqualität.
Entsprechende Zu- und Abschläge beim Milchauszahlungspreis.
Zukünftig darf mit noch höheren Standardanforderungen beim Gehalt an somatischen Zellen gerechnet werden.
Eutergesundheit
lässt sich anhand der Zellzahl sehr gut beurteilen.
Die Erneuerung des Eutergewebes kann die Zellzahl beeinflussen.
Abwehrreaktionen des Organismus auf Krankheitserreger sowie Stoffwechselstörungen können die Zellzahl ansteigen lassen.
Infektionen
des Euters treten vermehrt zu Beginn und gegen Ende der Trockenstehzeit auf.
Trockenstehzeit ist der beste Zeitraum um Mastitits zu behandeln.
Selektives Trockenstellen
Einsatz von antibiotischen Trockenstellern vermindern und Immunabwehr stärken mit dem
BERGOPHOR® Konzept
Es muss unterschieden werden:
eutergesunde Kühe
euterkranke Kühe
Doch welche Kühe sind in meinem Betrieb mit einer Euterentzündung belastet?
MLP
Milchleistungsprüfung
Um eutergesunde und euterkranke Kühe zu ermitteln ist es wichtig die Einzeltierzellzahl bei der letzten MLP vor dem Trockenstellen zu betrachten!
Anhand der Zellzahl können die Kühe wie folgt unterteilt und entsprechend vorgegangen werden.
unter
100.000
Zellen
eutergesunde Kühe
Schalmtest ist negativ
- Trockenstellen ohne Antibiotikum
- Einsatz eines internen Zitzenversieglers
- Unterstützung des Immunsystems
100.000
bis 200.000
Zellen
euterinstabile Kühe
Schalmtest ist negativ
- Trockenstellen ohne Antibiotikum
- Einsatz eines internen Zitzenversieglers
- Unterstützung des Immunsystems
Schalmtest ist positiv
- Trockenstellen mit Antibiotikum
- Einsatz eines internen Zitzenversieglers
- Sanierung des Immunsystems
über
200.000
Zellen
euterkranke Kühe
Wichtig: Konzept mit dem Hoftierarzt erarbeiten!
- Mastitisdiagnostik
Viertelgemelksproben 2 Wochen vor dem Trockenstellen, um Mastitiserreger (umweltgebunden/kuhgebunden) zu analysieren - Trockenstellen mit Antibiotikum
- Einsatz eines internen Zitzenversieglers
- Sanierung des Immunsystems
Zitzenversiegler
als Schutz
Die „Versiegelung“ der Zitzen zum Trockenstellen soll eine Neuinfektion während der Trockenstehzeit vermeiden.
Der Zitzenversiegler fungiert als
Mechanische Barriere.
Er verschließt die Zitzenkanalöffnung verringert das Eindringen krankmachender Keime.

Hygiene beim Trockenstellen ist das
A & O
um Neuinfektionen während der Trockenstehperiode zu vermeiden.
Die Anwenderhygiene beim Einbringen des internen Zitzenversieglers spielt eine besonders wichtige Rolle.
Ohne die Beachtung der Hygienestandards besteht die Gefahr Erreger aktiv in das Euter einzubringen und eine Infektion zu begünstigen.


während der Arbeit saubere Einweghandschuhe tragen
Melkung wie gewohnt durchführen (Vormelken, Euterreinigung, Melkvorgang)
Kontrolle des leeren Euters
Zitzenspitze v.a. Zitzenkanalöffnung mit Desinfektionstuch reinigen (1 Tuch pro Zitze)
anwenderferne Zitzen zuerst, um erneute Verunreinigung der körpernahen Zitzen zu vermeiden
Desinfektionsmittel kurz trocknen lassen
internen Zitzenversiegler auf den Stempel stellen (nicht im Melkstand ablegen, nicht in Wasser vorwärmen)
Schutzkappe an der Spitze mit den Fingern entfernen
Injektorspitze nicht berühren
Zitze an der Zitzenbasis mit den Fingern verschließen
Zitzenversiegler langsam in die Zitze einbringen = ordentliche Füllung der Zitze gewährleisten
Nachdippen mit Zitzendesinfektionsmittel, Dippbecher anschließend ausspülen
Gute Voraussetzungen
um möglichst viele Kühe ohne antibiotische Trockensteller trockenzustellen
Immunabwehr
Stärken
während
der Trockenstehzeit
Muss bei eutergesunden und euterkranken Kühen die Immunabwehr gestärkt werden?
Unterstützung der Immunabwehr
Sanierung der Immunabwehr
Immunstärkung
KULMIN® TocoBolus S + L

Spezial-Ergänzungsfutter in Bolus-Form für Milchkühe und Rinder, bestehend aus einer Kombination von zwei miteinander zu verabreichenden Boli.
Die wirksamen Substanzen in KULMIN® TocoBolus S + L sind pansengeschützt und stehen der Kuh somit im Dünndarm zur Verfügung. KULMIN® TocoBolus S und KULMIN® TocoBolus L werden der Kuh gleichzeitig in einer Gabe eingegeben.
Die Kuh erhält mit KULMIN® TocoBolus S die erste Hälfte der Polyphenolkombination innerhalb von 1 Tag, um hier einen Flash-Effekt durch die hohe und schnelle Verfügbarkeit der Inhaltsstoffe zu erzielen.
KULMIN® TocoBolus L setzt die enthaltene Polyphenolkombination innerhalb von 23 Tagen frei und garantiert eine anhaltend hohe Konzentration der Inhaltsstoffe im Stoffwechsel.
- versorgt die Kuh mit wichtigen Zellschutzkomponenten und bieten Schutz vor freien Radikalen im Stoffwechsel
- unterstützen gezielt die natürliche Immunabwehr

Anwendung
1 x
KULMIN® TocoBolus S und
KULMIN® TocoBolus L
am Trockenstelltag
1 x
KULMIN® TocoBolus S und
KULMIN® TocoBolus L
kurz nach dem Kalben
Immunstärkung
KULMIN® Toco forte 100 2.0

Spezial-Ergänzungsfutter für Milchkühe in Mehlform und pelletiert mit pansengeschützten natürlichen Polyphenolen zur Verminderung von Stoffwechselbelastungen.
Durch den Einsatz von KULMIN® Toco forte 100 2.0 (Mehlform) oder KULMIN® Toco forte 100 2.0 P (pelletiert) werden die körpereigenen Abwehrmechanismen der Kühe deutlich unterstützt. Die Entlastung des Stoffwechsels verbessert die Milchleistung und stabilisiert die Eutergesundheit.
- enthält speziell zur Bindung von Endotoxinen entwickelte Tonminerale
- steigert die Milchleistung im ersten Laktationsdrittel
- wissenschaftlich getestet

Anwendung
100 g
KULMIN® Toco forte 100 2.0 oder
KULMIN® Toco forte 100 2.0 P
ab 8 Wochen (56 Tage) vor dem Kalben
200 g
KULMIN® Toco forte 100 2.0 oder
KULMIN® Toco forte 100 2.0 P
ab der Kalbung in den ersten 100 Laktationstagen
Immunstärkung
BERGO® CuraDes plus

Hochalkalisches Hygieneeinstreupulver aus verschiedenen mineralischen Komponenten. Es unterstützt die schnelle Austrocknung der Einstreu und hebt den pH-Wert an.
Bei dauerhafter Anwendung wird im Liegebereich der pH-Wert konstant im hochalkalischen Bereich über pH 12 gehalten. Viele pathogene Keime benötigen in ihrer Umgebung jedoch einen pH-Wert zwischen 4 und 9.
- sorgt für eine Reduzierung der Keimbelastung in Liegeboxen - tötet 99 % aller krankmachenden Umweltkeime ab
- BERGO® CuraDes plus ist ein Biozid
- gelistet in der Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau in Deutschland
- dermatologisch getestet durch die dermatest® GmbH in Münster und dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V.
- zur Unterstützung der Euter- und Klauengesundheit

Anwendung
100 - 150 g
BERGO® CuraDes plus je m²
dauerhaft in Liegeboxen ausbringen
Biozidprodukte vorsichtig verwenden.
Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen!
BERGOPHOR® Konzept
zum selektiven Trockenstellen


EubioTrace® –
ist eine Kombination aus speziell formuliertem, hocheffektivem Zinkoxid (ZnO) und einer neuartigen Kupfer-Methionin-Verbindung.

Durchfall ist die häufigste Erkrankung bei Ferkeln innerhalb der ersten Lebenswochen und in der Absetzphase.
BERGOPHOR®® hat zur Vorbeuge von Durchfallerkrankungen sowie zur Optimierung und Stabilisierung der Darmgesundheit entwickelt:
Das in EubioTrace® enthaltene,
speziell aufbereitete Zinkoxid hat folgende Vorteile
- eine um 15-fach größere, wirksamere und reaktivere Kontaktoberfläche als normales Zinkoxid
- der Einsatz von Produkten mit EubioTrace® reduziert das Risiko von Verdauungsstörungen in der Absetzphase im Rahmen der gesetzlich zugelassenen Zinkdosierung im Absetzfutter
- Futteraufnahme und -verwertung werden gesteigert
Der Einsatz von EubioTrace® im Ferkelaufzuchtfutter optimiert die Darmflora und erhöht im Vergleich zu Standard-ZnO die Tageszunahme und die Futterverwertung.
Wirkung von ZnO in EubioTrace® auf die Tageszunahme und Futterverwertung bei Ferkeln von der 6. - 10. Lebenswoche
Hochverfügbares Kupfer-Methionin-Chelat
ist ein weiterer Baustein des EubioTrace®- Komplexes
Die spezielle Bindungsform des Kupfer-Methionin- Moleküls sichert eine optimale Aufnahme von Kupfer und Methionin im Darm und deren besonders effektive Verwertung im Stoffwechsel.
Es entstehen positive Effekte auf die gesunde und stabile Darmflora. Durch die antibakterielle Wirkung werden Schadkeime, wie z.B. E. coli, wirkungsvoll unterdrückt. Aus der besseren Futterverwertung und den höheren Tageszunahmen ergibt sich ein wachstumsfördernder Effekt.
Gewichtsentwicklung von Ferkeln in Abhängigkeit von der Kupfer-Quelle
Produkte mit EubioTrace®

Downloads
Produktinformation EubioTrace® – Stabile Darmflora, gesunde Ferkel (3,6 MB)

RumiPhyt® –
eine spezielle Kombination aus ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten

RumiPhyt® hilft den Pansenstoffwechsel deutlich zu verbessern und die Zusammensetzung der Pansenflora positiv zu beeinflussen:
- das Futterprotein wird im Pansen langsamer abgebaut, es entsteht mehr pansenstabiles Eiweiß
- die Synthese von Bakterienprotein steigt an
- Ammoniak- und methanbildende Bakterien werden gezielt unterdrückt. Es wird deutlich weniger Methan und Ammoniak ausgeschieden
- signifikante Steigerung der Propionsäurebildung im Pansen zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegel und Verbesserung der Energieversorgung
- aktiver Leberschutz und wirksame Ketose Vorbeuge
- Verbesserung der Rohfaserverdauung (NDF)
- mehr pansenstabile Stärke
- höhere Milchleistung durch höhere Futteraufnahme und verbesserte Futterverwertung
RumiPhyt® reduziert den Proteinabbau im Pansen und steigert die Menge an nutzbarem Protein im Dünndarm (nXP).
Einfluss einer RumiPhyt®- und Biotinzulage auf den Body Condition Score (BCS).
Die Zulage von RumiPhyt® und Biotin im Bereich 21 Tage vor, bis 37 Tage nach dem Abkalben führte zu einer signifikant höheren BCS Bewertung.
Versuch 2014:
- 35 Mehrkalbskühe,
- 16 Kühe ohne Zulage,
- 19 Kühe Versuchsgruppe mit RumiPhyt®- und Biotinzulage.
RumiPhyt® steigert die Propionsäurekonzentration im Pansen.
Die Steigerung der Propionsäurebildung trägt wesentlich zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und zur Verbesserung der Energieversorgung bei.
| In vitro (Milchkühe) | Flüchtige Fettsäuren gesamt (FFS) mmol/l | Essigsäure % | Propinsäure % | Buttersäure % |
|---|---|---|---|---|
| Kontrolle | 76.5a | 67.3a | 22.9a | 5.5a |
| RumiPhyt® | 72.2b | 64.5b | 27.8b | 4.9b |
RumiPhyt® ist enthalten in:

Bergophor Mineral- und Spezialkraftfutter für Hochleistungskühe mit geschütztem Vitamin A

Hochleistungskühe erbringen in der Transitphase und im ersten Laktationsdrittel enorme Stoffwechselleistungen.
Die Leber, die Fortpflanzungsorgane, das Euter, die Haut und die Schleimhäute sind in diesem Zeitraum auf eine bestmögliche Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen angewiesen.
Da bei der Fütterung konzentratreicher Rationen die Abbaurate von Vitamin A im Pansen sehr hoch sein kann (siehe Diagramm), sind die Bergophor Spezialmineralfutter für Milchkühe jetzt neu mit Vitamin A in pansengeschützter Form ausgestattet. Die neue, besondere Formulierung von Vitamin A wird nur in geringem Maß im Pansen abgebaut und steht somit dem Stoffwechsel der Kuh direkt zur Verfügung.
Hochleistungskühe benötigen täglich mind. 100.000 internationale Einheiten (IE) Vitamin A. Diese Versorgung deckt den Optimalbedarf ab und ermöglicht Zusatzeffekte wie z.B. Verbesserung der Eutergesundheit und der Fruchtbarkeit.
Pansengeschütztes Vitamin A ist enthalten in:
Wirkung von Vitamin A im Stoffwechsel
Abwehrkräfte unterstützen – Darmflora stabilisieren
Ergänzungsfutter für Zuchtsauen, Ferkel und Mastschweine
zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Stabilisierung der Darmflora
Zur Unterstützung und Stabilisierung der Darmgesundheit und zur Stärkung
der allgemeinen Abwehrkräfte (Immunität).
Ergänzungsfutter für Schweine BERGIN® Proviplus OC12 – besteht aus 3 Hauptkomponenten:
- speziell formulierte Monolaurinsäure;
- spezielles Oreganoöl in einer hocheffektiven Präparation;
- hochwirksame Antioxidantien auf natürlicher Basis.
Weitere Informationen zu BERGIN® Proviplus OC12
BERGIN® BenzoeProtect Plus –
mehr als eine Alternative zu konventioneller Benzoesäure
Spezial-Ergänzungsfuttermittel für Schweine mit dem Wirkstoff BenzoeProtect und speziell formulierten ätherischen Ölen.

Ein gesunder Darm und eine gesunde Darmflora sind Grundvoraussetzungen für hohe Leistung, niedrigen Keimdruck, geringere Ausscheidungen von pathogenen Keimen, minimierte antibiotische Behandlungen, geringere Verluste und mehr Tierwohl.
Weitere Informationen zu BERGIN® BenzoeProtect Plus
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