Die Agrargenossenschaft Marbach bewirtschaftet 643 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LN), davon 24 % Grünland. Ein Teil des Grünlandes wird als Weide für die Jungrinder genutzt.

Agrargenossenschaft MarbachDie Maisanbaufläche beträgt 45 ha. Bei der Silierung wird ein Teil des Silomaises mit BERGO® Silostabil behandelt, um der Nacherwärmung, insbesondere in den Sommermonaten, entgegenzuwirken und eine stabile Futtergrundlage für die Milchviehherde des Betriebes zu haben.

Die Abkalbungen der insgesamt 290 Milchkühe werden praktisch rund um die Uhr überwacht, nur von 24 bis ca. 4 Uhr sind die Kühe ohne Aufsicht.

Nach der Geburt erhalten die Kälber zweimal Biestmilch mit dem Nuckeleimer. Dieses intensive Management trägt mit dazu bei, dass die Totgeburten und Verendungen nur 8 % betragen.

SilomaisAuch im weiteren Verlauf wird den Kälbern besondere Aufmerksamkeit geschenkt, so dass die Verluste bis zum vierten Monat unter 1 % liegen. Neben angesäuerter Vollmilch erhalten die Kälber ab der ersten Lebenswoche Quetschgetreide mit BERGIN® Kälberplus.

Außerdem steht den Tieren BERGIN® Kälberbon zur freien Verfügung. Die geringen Verluste bei den Kälbern sind auch auf die abgestimmte Vorbereiterfütterung zurückzuführen. Die Färsen werden dabei sieben bis acht Wochen vor dem Abkalben in die Herde integriert. In der Ration ab ca. drei Wochen vor dem Kalben erhalten die Kühe neben Gras- und Maissilage (60 %/40 %), Getreide, Soja (insgesamt 2,5 kg) auch 0,5 kg KULMIN® Lacto HL 50 und ein spezielles Mineralfutter mit Beta-Carotin.

Die gezielte Beta-Carotinversorgung wird auch über die Start- und Hochleistungsfütterung fortgesetzt und ist ein fester Bestandteil des Fruchtbarkeitsmanagements in der Agrargenossenschaft Marbach.

Mit freundlichen Grüßen aus Sachsen – zur Nachahmung wärmstens empfohlen…
KälberDie Besamung erfolgt bereits ab dem 35. Tag nach dem Kalben bei Brunsterkennung, was zu einer hervorragenden Zwischenkalbezeit (ZKZ) von 399 Tagen führt.

Ein Erstbesamungserfolg von mehr als 50 % bei den Milchkühen mit einem Besamungsindex (BSI) von 1,8 bis 2,1 und ein Erstbesamungserfolg bei Färsen von 80 % (BSI 1,5) in Verbindung mit einem Erstkalbealter von 25 Monaten sind weitere Kriterien für die erfolgreiche Arbeit aller Mitarbeiter.

Die erzielte Milchleistung liegt bei 9.800 kg bei 4,1 % Fett und 3,5 % Eiweiß mit einer guten Persistenz.

PersistenzMilch (kg)Fett (%)Eiweiß (%)
bis 30 Tage 34,5 4,07 3,30
31 bis 100 Tage 37,6 3,77 3,17
101 bis 200 Tage 34,7 3,66 3,44
201 bis 300 Tage 26,2 4,07 3,76
über 300 Tage 23,0 4,44 3,91


Im Auftrag des Geschäftsführers der Agrargenossenschaft Marbach, Herrn Matthes, werden die Futterrationen regelmäßig vom Anlagenleiter, Herrn Bach, gemeinsam mit dem zuständigen Fütterungsberater, Herrn Uhlig, überprüft und entsprechend den aktuellen Daten aus Milchleistungsprüfung (MLP) und Futteranalysen angepasst.

Alle Rinder bekommen neben unterschiedlichen Anteilen Gras- und Maissilage, etwas Heu bzw. Stroh und betriebseigenes Getreide ergänzt mit Raps- und Sojaextraktionsschrot sowie Mineralfutter u.a. Kulmin Ca Vital HL mit organischen Spurenelementen und Biotin. Bei den Vorbereitern und der Startergruppe (bis ca. 50. Tag p. p.) werden außer Kulmin Lacto HL 50 keine weiteren Spezialfuttermittel eingesetzt.

Trotz der hohen Milchleistungen treten kaum Stoffwechselprobleme auf, und es werden sehr gute Besamungsergebnisse erzielt.

So sind die Marbacher Mitarbeiter auch ein wenig stolz auf ihre Tiere und möchten auch zukünftig weiter erfolgreich Milch produzieren, vielleicht im neuen Milchviehstall mit Melkkarusell. Der Bau neuer Siloanlagen hat jedenfalls schon begonnen.