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Bergophor Ferkelerzeugertag PDF Drucken E-Mail
Am 08. November luden die Bergophor-Vertreter des Verkaufsgebiets Dr. Räder zum Bergophor-Ferkelerzeugertag nach Mertingen ein. Ziel war es, Ideen und Anregungen mitzugeben, neue Möglichkeiten in der Ferkelerzeugung aufzuzeigen und Lösungswege für aktuelle Problemstellungen zu erläutern.
Rund dreißig interessierte Ferkelerzeuger folgten dieser Einladung, um neue Denkanstöße und fundierte Ratschläge für den eigenen Betrieb mitzunehmen. Zu der Veranstaltung hatte Bergophor-Gebietsleiter Dr. Günter Räder mehrere Redner aus Praxis und Industrie eingeladen:

Frau Dr. Annette Brune von der Firma Merial erläuterte Impfstrategien gegen PCV2. Hauptpunkt war hier die Frage „Sauen impfen, Ferkel impfen, oder beides?“. Eine Impfung der Sauen übertrage die gebildeten Immunkörper auf die Ferkel, welche dadurch eine passive Immunisierung für die ersten Lebenswochen erhalten. Außerdem seien positive Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Sauen im Feld nachgewiesen worden. Für eine Impfung der Ferkel sprächen höhere Tageszunahmen und ein gleichmäßigeres Wachstum der Ferkelgruppe, vor allem im Mastbereich. Eine Kombination von Sauen- und Ferkelimpfung reduziere die Verluste nach dem Absetzen und schließe die Immunitätslücke nach der Geburt.

Herr Günter Dullnig, praktischer Tierarzt gab Ratschläge zum Management im Abferkelstall und erklärte die aktuellen Gesundheitsprobleme bei Zuchtsauen und Ferkeln. Dabei ging er auch auf Haemophilus parasuis ein, eine Krankheit, die derzeit auf dem Vormarsch stehe und unter anderem die sog. Glässersche Krankheit verursacht.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen präsentierte Jakob Weber aus Fürholzen seinen Betrieb und erklärte den Ablauf im 5-Wochen-Rhythmus. Bereits seit 5 Jahren arbeitet Herr Weber in diesem System und schätzt neben den höheren Auszahlungspreisen für Ferkel vor allem die großen Arbeitseinsparungen. Dass dieses Thema hohe Aktualität hat und den Nerv der anderen Teilnehmer traf, zeigte sich an den vielen interessierten Fragen zur praktischen Umsetzung.

Zum Ende der Veranstaltung zeigte der Gastgeber Dr. Günter Räder Möglichkeiten auf, bei der Fütterung Kosten einzusparen. Hauptaugenmerk lag dabei auf der – sonst weniger beachteten - Fütterung der tragenden Sauen. Die Trächtigkeitsprodukte machen am Energiebedarf während der Tragezeit nur einen minimalen Anteil aus. Durch eine reduzierte Fütterung sei der Gewichtsverlust während der Laktation geringer. Das Gewicht der Zuchtsauen habe in den letzten Jahren – verglichen mit der Leistungsteigerung – überproportional zugenommen.
 
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